Eine Frage des Konsumverhaltens
Deko- und Solarlichter – sie kosten nicht viel in der Anschaffung und im Betrieb und es gibt sie in vielen unterschiedlichen Designs. Viele Menschen finden sie hübsch und weil sie günstig sind und breitflächig angeboten werden, werden sie gerne mitgenommen. Weitere Gedanken macht man sich meist nicht.
Doch handelt es sich um ein Konsumgut mit einem mehr als fragwürdigem Fußabdruck. Denn, die Solarleuchten werden von weither und meist aus Fernost importiert, sie bestehen aus unterschiedlichen Materialien und Plastikkomponenten und sind deswegen und wegen des Akkus und der seltenen Erden für die LEDs nicht rycyclebar – sie müssen aufwendig über den Sondermüll entsorgt werden. Da sie wenig kosten, lohnt sich die Produktion nur, wenn ein hoher Absatz erzielt werden kann. Das bedeutet, dass Berge an Plastikmüll entstehen und die Umwelt mehrfach belastet wird: Herstellung, Transport, Entsorgung und..nicht zuletzt:
Sie leuchten in der Nacht. Dass schon wenig Kunstlicht das Ökosystem Garten gefährdet, zeigen Untersuchungen eindeutig: https://www.uni-jena.de/212696/bereits-wenig-kuenstliches-licht-gefaehrdet-oekosysteme Mehr dazu https://naturnacht-fulda-rhoen.de/2024/03/21/im-garten-licht-bitte-nicht/ und https://naturnacht-fulda-rhoen.de/2025/03/18/licht-und-insekten-ein-zusammenfassung-aktueller-untersuchungsergebnisse/
Je nach Standort und Anzahl kann das nächtliche Kunstlicht im Freien auch die umliegenden Gärten beeinflussen, und so mancher Nachbar ist wenig erfreut über die ungewollte Dauerbeleuchtung. Es ist an der Zeit, den Einsatz von Solarlichtern kritisch zu überdenken und den Garten wieder natürlicher zu gestalten – einfach die Naturnacht mit ihrem bezaubernden Sternenhimmel genießen – für Mensch und Gartenbewohner.


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