Regenwürmer machen‘s nur, wenn es dunkel ist

Sie paaren sich im Mai – aber nur wenn es dunkel ist. Licht aus – Regenwurmhochzeit an.

Foto: Andreas Hurtig, NABU
Am Tag sind Regenwürmer nur selten zu sehen, wenn starker Regen sie nach oben schwemmt. Sie sind grundsätzlich Tiere der Dunkelheit und Nacht.

Am 15. Februar wird seit 2005 der Tag der Regenwürmer/Innen gefeiert. Zu Recht, denn der Regenwurm ist einer der wichtigsten Bodenarbeiter. Um es ökonomisch auszudrücken: Seine Ökosystemleistung ist unermesslich – für die Bodenfruchtbarkeit und als Teil des Nahrungsnetzes vieler Arten.

Mit Geld für seine wichtige Rolle in der Natur kann er nichts anfangen. Aber man kann ihnen Gutes tun – im WWW finden sich dazu unzählige Seiten, z.B. https://www.oekolandbau.de/aktuelles/aktions-und-wissenstage/tag-des-regenwurms/

Was ihnen am besten hilft ist: DUNKELHEIT.

Dieser Aspekt wird oft genug nicht berücksichtigt. Wie so oft im Naturschutz ist der Wert der Dunkelheit ein blinder Fleck. Dabei spielt sich ihr Leben in Dunkelheit ab – im Boden tagsüber, nachts oberirdisch:

  • Feuchtigkeit: Regenwürmer bevorzugen feuchte Bedingungen, die nachts oft vorherrschen. Sie kommen dann an die Oberfläche, um sich zu bewegen und Nahrung zu suchen.
  • Lichtempfindlichkeit: Sie sind lichtempfindlich und ziehen es vor, sich in der Dunkelheit zu bewegen, um Raubtieren zu entkommen.
  • Nahrungssuche: Während der Nacht fressen sie organisches Material, das auf der Erdoberfläche liegt, wie abgestorbene Blätter und Pflanzenreste.
  • Bodenbelüftung: Durch ihre nächtlichen Aktivitäten tragen sie zur Belüftung des Bodens bei, was für das Ökosystem wichtig ist.

Vor allem aber Paaren sie sich nur, wenn es natürlich dunkel ist. Über ihre Haut spüren sie die Helligkeit. Künstliches Licht verhindert die Paarung. Und auch sonst greift Lichtverschmutzung in das Verhalten der Tiere ein und beeinträchtigt sie: