Naturnacht Fulda-Rhön

Willkommen zur Initiative Naturnacht Fulda-Rhön

Die nächtliche künstliche Außenbeleuchtung erweist sich zunehmend als problematisch für Tiere, Pflanzen, Ökosysteme, menschliche Gesundheit, Energieverbrauch, Orts- und Landschaftsbild und die Sichtbarkeit des Sternenhimmels. Ein Großteil des nächtlichen Kunstlichts wird über Wolken in die Umgebung gestreut und so werden selbst (Schutz-)Gebiete ohne Beleuchtung künstlich aufgehellt; oftmals heller als der Vollmond. Dadurch verlieren wir auch die Sicht auf den wunderschönen Sternenhimmel, der die Menschen schon immer beruhigt, fasziniert und inspiriert und über alle Grenzen hinweg verbindet. 

Im August 2014 erhielt die Rhön den Titel „Internationaler Sternenpark Rhön“ von der Dark Sky Association auf Initiative des 5 Rhönlandkreis inkl. den beteiligten Kommunen, die durch Anerkennung von eigens entwickelten Beleuchtungsrichtlinien die Antragstellung ermöglichten. Die Stadt Fulda ist seit 2019 als Deutschlands erste „Internationale Sternenstadt (Dark Sky City)“ anerkannt. Es soll erreicht werden, dass vermeidbare Beleuchtung grundsätzlich vermieden wird und begründbar unvermeidbare Beleuchtung nur in einer die Umwelt möglichst minimal belastenden Form eingesetzt wird. Informationen, auch zu den natur- und immissionsschutzrechtlichen Vermeidungspflichten, findet man auf den Webseiten des Sternenpark Rhön. 

Doch reichen Auszeichnungen alleine nicht aus. Trotz aller bisherigen Informationen zum Thema „Lichtverschmutzung“, die der Öffentlichkeit bekannt sind, ist immer wieder festzustellen, dass immer noch unnötig viel Kunstlicht in der Nacht eingesetzt wird.

Schutz natürlicher Dunkelheit

Unser Ziel ist es, durch direkte Ansprache Verursacher auf das Problem aufmerksam zu machen und durch Beratung bei Projekten der Außenbeleuchtung Lichtverschmutzung und Energieverschwendung im Vorfeld zu vermeiden und den Schutz der natürlichen Dunkelheit zu fördern.; z.B. durch Vorschläge zur Vermeidung von Außenbeleuchtung bzw. für lichtunabhängige Alternativen. 

Als Experten in diesem Bereich arbeiten wir eng mit Architekten, Stadtplanern und Gemeinden zusammen, um sicherzustellen, dass Beleuchtungslösungen umweltfreundlich, effizient und gleichzeitig attraktiv sind – mit Fokus auf den Erhalt und die Wiederherstellung der natürlichen Dunkelheit. Wir sind überzeugt, dass im Falle der Notwendigkeit eine sinnvolle und verantwortungsvolle Beleuchtung sowohl dem menschlichen Wohl als auch dem Schutz der Natur dient und die Freude an einem natürlichen, sternreichen Himmel fördert.  Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, eine bessere Zukunft zu schaffen!

Gemeinsam gegen Lichtverschmutzung

Unsere Initiative arbeitet eng mit dem Arbeitskreis Lichtverschmutzung der eingetragenen Naturschutzverbänden,  dem Hessischen Netzwerk gegen Lichtverschmutzung www.lichtverschmutzung-hessen.de sowie dem offiziellen Sternenpark Rhön a title=“Sternenpark Rhön““&qot;““www.sternenpark-rhoen.de zusammen.

Die Initiative Naturnacht Fulda-Rhön  ist im Jahr 2010 aus einer Studentengruppe der Hochschule Fulda hervorgegangen, die sich mit der Thematik und Problematik der Lichtverschmutzung im Biosphärenreservat Rhön – also vor Ort – auseinander gesetzt hat. Zum Ende der Projektarbeit wurde der hessischen Verwaltung des Biosphärenreservates Rhön ein Konzept zur Realisierung eines Sternlichtparks nach den Kriterien der International Dark Sky Association (IDA) vorgelegt, was letztlich zur Anerkennung führte. Die Initiative Naturnacht Fulda-Rhön arbeitet unabhängig und ehrenamtlich und versteht sich u.a. als unterstützende und korrigierende Instanz zum Erhalt und Verbesserung der Naturnacht in unserer Region.