Lichtverschmutzung & Tierwelt

Interaktive Ökologie-Simulation

Nacht ist nicht einfach die Abwesenheit von Tag – für viele Tiere ist sie Lebensraum, Orientierungsraum, Jagdzeit. Igel suchen dann ihre Nahrung, Motten navigieren nach dem Sternenhimmel, Zugvögel finden ihren Weg mithilfe des Erdmagnetfelds. Künstliches Licht greift in all das ein, oft ohne dass wir es bemerken. Diese Simulation lädt dazu ein, genau hinzuschauen: Was passiert eigentlich, wenn eine Straßenlaterne brennt?

Mit wenigen Schiebereglern lässt sich einstellen, wie hell eine Lichtquelle ist, wie warm oder kalt sie leuchtet und wie stark die Umgebung bereits von Lichtverschmutzung betroffen ist. Die Tiere in der Simulation reagieren darauf so, wie es die Forschung beschreibt – mal subtil, mal deutlich. Eine Motte verlangsamt sich nach längerem Aufenthalt im Lichtkegel. Ein Reh friert kurz ein. Die Eule wartet, bis es dunkel genug ist. Es geht nicht darum, Schuldgefühle zu wecken, sondern darum, Zusammenhänge spürbar zu machen. Wer einmal selbst ausprobiert hat, wie viel weniger Insekten ein warmes Amber-Licht anzieht als eine kalte LED, denkt beim nächsten Kauf einer Außenleuchte vielleicht kurz daran.

Perspektive wechseln

Im Block „Tierperspektive“ kann man per Knopfdruck „sehen“ wie ein Mensch, ein Igel, eine Eule etc. Hier wird die Darstellung basierend auf der physiologischen Gegebenheit angepasst simuliert.

Beleuchter sein

Im Block „Licht-Parameter“ kann man per Schieberegler die Intensität und Lichtfarbe verändern. Über Schalter kann man einfach gängige Lichtfarben auswählen wie ‚PC-Amber‘, ‚Warmweiß‘, etc.

Außerdem kann man die Laternen abschirmen und den Grad der Himmelsaufhellung bestimmen über das Setting der Bortle-Skala.

Erkenntnisse sammeln

Je nach Auswahl der Intensität, Lichtfarbe oder Bortle-Skala verändert sich die Szene und die Reaktion der Tiere auf die Gegebenheiten. So kommen die Zugvögel ins Kreisen, wenn der Himmel zu hell ist, oder die Nachtfalter schwirren um die Laternen, wenn die Lichtfarbe kälter wird. Igel und Reh sind gestresst und die Eule hört auf zu jagen.

Spielerisch

Das Ziel ist nicht die perfekte Simulation der Natur, sondern ein ehrliches, lehrreiches Fenster in eine Welt, die wir mit unseren Lichtern täglich, bzw. nächtlich stören – und die wir mit bewussteren Entscheidungen auch schützen können.

Idee

Warum sollten wir das Licht ausschalten? Warum ist warmes Licht für die Natur besser als kalt-weißes? Was passiert, wenn die Sterne nicht mehr sichtbar sind? Wie wirkt sich Abschirmung aus? Alltägliche Fragen, wenn wir das Thema Lichtverschmutzung erklären. Es selbst erfahren ist immer eindrucksvoller als es zu hören oder darüber zu lesen. So entstand die Idee, eine Anwendung zu erstellen, die diese Fragen erlebbar machen.

Mit der Hilfe von Claude Sonnet entstand diese Anwendung. Wie zuvor erklärt, beruht sie auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, hat aber keinen Anspruch auf absolute Vollständigkeit oder Fehlerfreiheit. Sie kann aber gerne dahin weiterentwickelt werden – hierzu gerne Kontakt mit uns aufnehmen über info@naturnacht-fulda-rhoen.de

Und jetzt los – die Nacht virtuell erleben und den Tieren helfen